Der Grundbedarf an Kalorien

Vorher-Nachher-Fotos oder die Moppel-Horror-Picture-Show

Bevor du dich komplett in dein Abnehm-Abenteuer stürzt, ist es ratsam, eine kleine Bestandsaufnahme in Bilderform zu machen. Jetzt kommt der große Auftritt deiner guten, alten Kamera oder deines Smartphones.

Warum? Deine persönlichen Vorher-Nachher-Bilder vom Abnehmen.

Gute Vorher-Nachher-Bilder sind Motivation und Abschreckung zugleich,
sie dienen nicht nur zu Dokumatationszwecken und Analyse. Während die Vorher-Bilder einen echten Schockeffekt haben, durch man sich schnell den Appetit auf Süßes oder Salziges verdirbt, sind sie beim Vergleich mit den Nachher-Bildern eine Motivationsspritze: du nimmst ab, es funktioniert.

Ein Vergleich der Vorher-Nachher-Bilder hält einem auch schmerzlich vor Augen, dass Fett, zumindest zu viel davon, einfach nicht schön ist. Schon bei ersten Set von Nachher-Fotos wird offensichtlich, dass Abnehmen auch verjüngt. Praktisch ist man zwar auf den neuen Fotos älter, effektiv aber jünger.

Es bietet sich auch hier an, regelmäßig seine Bilder zu knipsen. Ein kleines Set am Ende jeden Monats beschließt einen erfolgreichen Abnehmabschnitt, und man startet mit vollem Elan in ein neues Kapitel “Fett weg”. Schon nach kurzer Zeit lässt sich aus den ganzen Bestandsaufnahmen ein lustiges Daumenkino erstellen, deine persönliche Foto-Love-Story über die neue Liebe zu einem selbst. Titel? Von Elefant zu elegant.

Selfies vor dem Spiegel kann mittlerweile jeder. Sogar mit Selfiesticks sind viele vertraut. Wer sich nicht der Scham hingeben möchte, sich von jemand anderem ablichten zulassen, hat so eine Alternative zum klassischen Selbstauslöser und leider keine Ausrede mehr.

Es bietet sich an, langweilige Fotos von vorne und hinten, rechts und links zu machen. Das sind nur vier Bilder, reicht aber vollkommen aus. Vom Stil her sollten sie wie die Fotos von Kriminellen sein, die man aus den amerikanischen Krimis kennt. Es bietet sich hier an, Badesachen anzuziehen, bei einer erfolgreichen Diät werden die selben Kleider nämlich schnell nicht mehr passen, das mindert den Wow-Effekt dann ein bisschen, wenn man ständig eine andere Gaderobe trägt und davon abgelenkt wird.

Hast du oder dein Partner nun die Fotos gemacht, gilt es, diese besser zu hüten, als Gollum seinen Schatz. Ob passwortgeschützter Ordner am Computer oder die hinterste Schublade im Kleiderschrank hängt von deinen Vorlieben ab.

Die Bilder haben den schönen Effekt, dass man besser einschätzen kann, wie gut die Diät läuft, blanke Zahlen auf der Waage sind ja schön und gut… wir wollen aber eigentlich weniger den zählbaren Diäterfolg als den sichtbaren, oder?

Ich empfehle auch wirklich jeden Monat ein Vierset zu knipsen. Wer weiß, möglicherweise kannst du dir sogar eine goldene Nase verdienen, wenn du die Vorher-Nachher-Bilder einen Hersteller von einem neuen, unschlagbaren Diätwundermittel vertickst.