richtig einkaufen, um abnehmen zu können

Der eingetütete Einkauf

Eine gesunde Diät beginnt mit dem Einkauf. Wer nur Ungesundes zuhause hat, stopft eben dieses in sich hinein.

Wir wollen deinen ungesunden Bestand zwar entsorgen. Es soll jedoch nur Einkauf für Einkauf, Tüte für Tüte gesünder werden.

Da du dir über die Jahre hinweg deinen Einkaufsstil angewöhnt hast, triffst du im Supermarkt gewisse Entscheidungen unbewusst. Daher solltest du auf einen detaillierten Einkaufszettel setzen. Dieser wird quasi ein Vertrag mit dir selbst. Was drauf stehen muss? Ganz oben auf dem Zettel steht dick, fett und unterstrichen: gesunde Alternativen finden! Eine grobe Zusammensetzung des Verhältnisses vom gesunden Teller ist eine gute Vorlage für einen gesunden Einkauf. Schau dir den gesunden Teller nochmal an und überlege dir, welche Produkte aus den jeweiligen Kategorien dir schmecken.

Im Supermarkt arbeitest du mit den Alternativen: Finde gesündere Produkte als deine bisherigen. Wir möchten den Griff daneben wagen. Nämlich neben die üblichen Verdächtigen, die dir diese Dickheit eingebrockt haben. Statt des Dickmachers nimmst du ein Produkt mit, das ein bisschen gesünder ist. So nimmst du mit jedem Bissen ab. Nimm dir Zeit und erkunde das Sortiment. Lass dich nicht von Werbung beeindrucken. Das, was drin steckt, ist wichtig. Die Inhaltsstoffe sind entscheidend wie ein Richter.

Wir wollen bei jedem Einkauf bei möglichst vielen Artikeln einen Schritt weiter zum lebendigen Lebensmittel gehen, wir lassen weder von pompösen Verpackungen noch schmeichelnden Namen ablenken. Es zählen die inneren Werte wie in der Liebe.

Deine Küche ist übrigens keine Lagerhalle. Du brauchst nur so viel zu kaufen, wie du bis zum nächsten Einkauf benötigst. Ich habe die Erfahrung gemacht, mehr zu essen, wenn die Vorräte groß sind. Wenn ich zehn Packungen statt einer Packung Nudeln zuhause hatte, war ich eher verleitet, die vollen 500 Gramm zu kochen. Es ist ja so viel da, ich koche also ganz wenig. Dann machte ich aus jeder Hälfte eine Portion, weil der Plan von Anfang an war, heute und morgen Nudeln zu essen. Ich will nicht behaupten, dass du genauso dumm bist wie ich, aber lass dich weder von Vorräten noch Packungsriesen verleiten. Es ist fast das gleiche Spielchen wie bei den großen Tellern, die zu größeren Portionen verleiten.

Rückblick zu den Sünden: Auf keinen Fall Vorräte von deiner Sünde anlegen, nur weil diese gerade im Angebot ist. Wenn der Schund teuer war, überlegt man es sich vielleicht anderthalbmal, bevor man sich eine Packung reinpfeift. Dazu vermeidet man Frustfressen. Das kennst du dich: Bevor du dich vom Schock einer schlechten Nachricht erholt hast, ist die zweite Tafel bereits so gut wie vernichtet. Gib es zu. Und einen Augenblick später ist auch die letzte Rille verschlungen.

Eben waren wir genügsam, jetzt wird es opulent. Deine Tiefkühltruhe darf zu einer Schatzkiste werden. Dort lagert dein Gemüse am besten. Deck dich ruhig mit dem gewaschenen und geschnittenen Gemüse aus der Tiefkühlabteilung ein. Einfacher kommt man nicht an fast-verzehrfertige lebendige Lebensmittel. Packung auf, und schon hast du eine Portion Gemüse ohne mehr als sechs Finger gekrümmt zu haben. Und jetzt komm mir nicht mit Vitaminen, die bei frischem Gemüse viel wertvoller wären. Einen abgehackten Finger legst du doch auch auf Eis und nicht zu den Äpfeln und Bananen. Du würdest einen Zeh nicht in Salztunke legen, wenn du ihn nochmal benutzen möchtest. Schockgefrorenes Gemüse ist Freund und Helfer, wenn du zu schwer-kontrollierbarem Heißhunger und verlockenden Gelüsten neigst.

Dein Einkauf soll nicht nur aus TK-Gemüse bestehen. Auch dazu ein paar Worte. Einkaufen bedeutet Geld ausgeben. Klar, Abnehmen kann teuer werden. Viele gutgemeinte Diäten sind bereits am Ende des Kassierbandes gescheitert. Gesund essen kann unbezahlbar werden. Insofern man sich von einem Hype von Superfood oder exotischen Früchten anstacheln lässt. Setze ruhig auf die Klassiker im Supermarkt. Die drei Stichworte sind saisonal, regional, lokal. So bekommt man beispielsweise Früchte und Gemüse, die reif sind. Wenn das Grundprodukt schmeckt, kann man auf unnötige Kleinigkeiten verzichten, aber trotzdem lecker kochen. Auch in deiner Umgebung wachsen gute Zutaten. Die sind zwar weder exotisch noch angesagt, taugen aber trotzdem was.

Saisonal: Obst und Gemüse wurde reif geerntet, es passt in diese Jahreszeit.

Regional: Die Produkte stammen aus deiner Umgebung und mussten keine Weltreise hinter sich bringen.

Lokal: Du kannst zu Fuß zu deiner Einkaufsstätte gehen und auf Hilfsmittel wie Auto oder Bahn verzichten.

Ich weiß, dass du es gut meinst. Beim ersten Einkauf würde ich an deiner Stelle dennoch nicht übertreiben. Ein paar gesündere Alternativen statt einem Einkaufswagen voll Salat und Light-Produkten lassen dir Spielraum und Luft zum Leben. Die Übersetzung von zu gut gewollt ist gescheitert. So einen Einkauf hatten wir doch alle schon: Es war viel zu viel Buntzeug, zuhause wurden die grünen Köpfe braun und die orangenen Rüben schwarz. Ein sanfter Einstieg sollte erfolgversprechender sein. Erspart wird der seelische Druck, kiloweise Frischware verarbeiten zu müssen. Wir wollen es uns einfach machen und uns nie überfordern. Jeder Einkauf sollte gesünder werden als der davor. Gewalt wollen wir keine anwenden. Wenn du deinen Kühlschrank vor lauter Gemüse nicht mehr zu bekommst, war es wahrscheinlich zu viel des Guten.

Im Supermarkt gibt es bekanntlich nicht nur die Gemüseabteilung. Wenn dich alte Gefilde anziehen, habe ich einen unschlagbaren Trick für dich. Trotz all der guten Vorsätze, dem säuberlich geschriebenen Einkaufszettel sowie einem Hauch Übermut machen dich die Angebote im Supermarkt wider Erwarten schwach?! So manche Sünde und Kalorienbombe lacht dich verführerisch an?! Obwohl du weißt, dass du es unterlassen sollst, wirst du von ungesunden Lebensmitteln in Versuchung geführt?! Kenne ich. Ich habe mir daher einen Handgriff angewöhnt, der mich im Laufe der Zeit vor tausenden unnötigen Kalorien bewahrt hat. Mein absoluter Tipp, um dich vom Bösen zu erlösen: Zwicke dich zur Abschreckung in dein Fett.

Bevor du zu dem Sixpack Bier, der Tiefkühlpizza, der Packung Stapelchips, den Pralinen, den Keksen, dem Eisbecher greifst, gehst du mit dir alten Ich auf Tuchfühlung. Das kann man schön unauffällig machen. Einfach die Hand an ein Fettpolster deiner Wahl legen. Und kneten. Sei gemein und beschimpfe dieses Zeug: Du Böser, du. Du bleibst mir besser fern, oder sonst… Dieses überflüssige Fett, das an deinen Knochen festsitzt und in deiner Hand so weich ist, stammt von dem da. Von dem Sixpack Bier, der Tiefkühlpizza, der Packung Stapelchips, den Pralinen, den Keksen, dem Eisbecher. Die sind schuld! Wenn du das Elend nicht noch vergrößern möchtest, wäre es schlau, wenn du die Finger auf deinem Fett und aus dem Regal lässt.

Das war nur ein kleiner Teil von diesem Abnehmbuch!

gutes abnehmbuch

Dieser Artikel ist Teil des Buches >>> Abnehmen leicht gemacht: Auf die Waage – Freudensprung! Du kannst es bei Amazon als Kindle Edition oder Taschenbuch bestellen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.