billig einkaufen, günstig leben: kleine Namen, unbekannte Marken

Große Namen und bekannte Marken sind nicht alles.

Werbung verführt wie Heiratsschwindler. Man will es nicht wahr haben, aber die Schlawiner sind durchtrieben. Das ist einfach so. Wenn Werbung nicht verführt, funktioniert sie nicht. Dann wird sie eingestellt und von einer ersetzt, die dich erfolgreich betört.

Während es bei Gebrauchsgegenständen und Technik durchaus Sinn machen kann, überdurchschnittlich viel Geld in die Hand zu nehmen – schließlich will man sich auf bekannte Marken mit gutem Ruf zu verlassen. Sollte man Lebensmittel als schlichte Verbrauchsgegenstände betrachten. Sie müssen nicht jeden Tag verlässlich sein. Nicht immer aufs Neue anspringen, wenn man sie anschalten will. Sie werden nur einmal gebraucht: Mund auf, Mund zu, kauen, schlucken. Ein Fernseher muss mehr als nur einmal ein gutes Bild anzeigen. Essen muss schmecken, während du es isst. Wir sind gottseiddank keine Wiederkäuer.

Die Nahrung zuhause, die man privat isst, ist nicht mal ein Statussymbol. Mit Lebensmitteln kann man weder Kollegen noch Nachbarn beeindrucken. Daher kann man hier mit gutem Gewissen einen möglichst günstigen Preis wählen – vorausgesetzt, die Inhaltsstoffe und Qualität lassen es zu.

Wenn du zu sehr an deinen Marken hängst, bist du diesen Herstellern ausgeliefert. Da kann die Konkurrenz noch so gute Angebote unterbreiten, du bist bockig und blockst ab. Wenn man günstig einkaufen möchte, muss man auch Schnäppchen mitnehmen. Und Schnäppchen macht man meistens, wenn man die großen Marken, die auf Plakaten thronen und über Bildschirme flimmern vermeidet.

Wir können es uns leisten, ähnliche beziehungsweise gleiche Produkte verschiedener Marken zu testen. Also sollten wir das tun. Es wäre ja dumm und dämlich, wenn man zwar den Aufpreis einer bekannten Marke zahlt, deren Geschmack im Endeffekt aber unterdurchschnittlich ist. Das gleiche Produkte hat man schnell verglichen. Man stellt dabei oft fest: Das Produkt einer starkbeworbenen, teuren Marke schmeckt möglicherweise nicht am besten. Hoher Preis garantiert nicht die höchste Qualität. Nicht nur andere Mütter haben schöne Töchter/Söhne, auch andere Hersteller gute Produkte/Artikel.

Versuch macht klug. Je günstiger das Produkt, desto mehr kann man probieren und zwischen den Marken wechseln. Die wenigsten von uns werden sich mehrere Glotzboxen kaufen, die alle ähnlich günstig sind. Dann den besten davon behalten und nutzen. Bei Lebensmitteln ist das aufgrund ihrer Eigenschaft als Wegwerf- im Sinne von In-den-Rachen-werf-Produkte hingegen möglich, sogar empfehlenswert.

Für Leute, die es Überwindung kostet, das Billigzeug zu kaufen, gibt es jetzt eine Schocktherapie. Auf deinem Speiseplan stehen von nun an No-Name-Artikel, Eigenmarken, Handelsmarken, wie auch immer du sie schimpfen magst. Du willst doch günstig einkaufen! Vergleich es mal mit Liedern von Popstars. Ein bekannter Künstler ist kein Garant für gute Qualität. Deinen aktuellen Ohrwurm singt bestimmt ein Sänger, den du bis vor kurzem nicht kanntest.

In Deutschland gibt es glücklicherweise eine idyllische Landschaft an Supermärkten und Discountern. Da sitzt ein Gelber neben einem Roten, ein Weißer neben einem Schwarzen. Für uns ist das besonders spannend: In jedem dieser Märkte gibt es mittlerweile Eigenmarken, die weit günstiger als Markenmarken sind.

Und wieso probierst du nicht nach und nach alle Versionen durch, bis du die beste gefunden hast?! Ich kann mir kaum vorstellen, dass es im Bereich der lebendigen Lebensmittel ungenießbare Artikel gibt. Wenn alle halbwegs schmecken, kannst du sparen. Du könntest auch einen Volltreffer landen, einen günstigen Favoriten finden. Produkte probieren geht über Werbeclips studieren.

Im Markt angekommen, muss man die Handelsmarken erst mal finden. Man muss ein wenig auf Schatzsuche gehen. Die günstigen Artikel werden nicht groß beworben. Meistens stehen sie ganz unten im letzten Eck. Der Grund: Niemand zahlt für ihren Stellplatz. Kein Hersteller besticht den Händler, damit die Produkte möglichst penetrant ins Auge fallen.

Sogar die Verpackungen wirken billig. Und das ist gewollt. Dir soll bewusst sein, dass du damit die günstige Version kaufst. Es ist offensichtlich: Es wurde am Design gespart. Einsparungen, die du stellvertretend mitnehmen kannst. Aber Achtung: Kontrolliere immer die Preise, bevor du die Sachen in die Tasche packst. Diesen Schlawinern muss man zutrauen, dich ab und an austricksen zu wollen.

Zuhause dann der Blindtest: Probiere die Produkte ohne Scheuklappen. So testest du nach und nach die verschiedenen Anbieter. Wer es TV-Show-reif gestalten möchte, tischt die verschiedenen Marken der etlichen Discounter der Familie auf – entweder mit verbundenen Augen oder ohne Verpackung. Achte bitte darauf, dass nur die Testesser verbundene Augen haben. Wenn du ohne etwas zu sehen servieren willst, sehe ich schwarz.

Das Ergebnis interessiert mich. Schade, dass ich nicht dabei bin.

Hab keine Angst vor günstigen No-Name-Produkten. Wärst du namenlos, würde ich dich trotzdem gut finden. Es steht kein riesiger Apparat mit Öffentlichkeitsarbeit samt sozialer Medien hinter diesen unbekannten Marken.

Gespart wird auch bei Produktforschung und Innovation: Billigmarken gibt es nur von Produkten, die sich bewährt haben. Sollen die anderen doch dafür zahlen, Versuchskaninchen zu sein. Ein schlankes Gerüst hinter dem Produkt spart Kosten, also können die Preise gesenkt werden.

Ich war bei der Produktion zwar nicht dabei, aber ich behaupte einfach mal, dass keine Schnittreste oder minderwertige Zutaten verarbeitet wurden. Die Sachen sollen ja auch verkauft werden. Niemand produziert etwas bewusst schlecht und fehlerhaft, setzt es mühsam in die Regale. Oder hast du schon mal ein Puzzle angefangen, von dem du wusstest, das 3 Teile fehlen?

Du musst nicht geizig sein. Doch wenn du schlicht und ergreifend nicht mehr bekommst, obwohl du mehr bezahlst, ist es hirnrissig, vergleichbare Produkte teurer zu kaufen.

Es ist abgefahren wie der Zug, wenn man zu spät kommt. Oft sind die Produzenten der günstigen Handelsmarken die namhaften Hersteller, die du früher gekauft hast. Die haben dich mit ihrer Reklame verführt. Lang, lang ist es her. Die Gewinnspanne ist vielleicht kleiner, aber auch kleiner Gewinn ist Gewinn.

Wir kleben nicht an Marken, sondern Preisen und Geschmack. Wir sind keine Mitläufer, wie Mütter, wenn der Sprössling Radfahren lernt. Durch die günstigen Produkte wollen die Geschäfte eine möglichst breite Käuferschicht ansprechen. Die Preisunterschiede gibt es, weil auch geizige Kunden in den jeweiligen Laden sollen. Ich würde beispielsweise in kein Geschäft gehen, von dem ich weiß, dass es keine günstigen Alternativen gibt.

Dein Sparpotenzial reicht von nicht-existent über mickrig bis enorm. Es hängt natürlich davon ab, wie du bisher eingekauft hast. Wenn es dir geschmeckt hat und du dich gut fühlst, hast du alles richtig gemacht.

Hinweis:
Dieser Beitrag ist Teil von > Der klitzekleine Einkaufsratgeber: günstig & gesund Lebensmittel kaufen: zum Abnehmen, Sparen, für die Gesundheit.

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